Hier findest du Yvonnes erstes Interview bei Sonjas Bücherinfos. Darin erfährst du, auf welchem roten Teppich Yvonne schon einmal stand, warum sie am liebsten Nachts schreibt und was ihre Bücher mit Walt Disney zu tun haben.

Dieses Interview erschien ursprünglich bei sonjasbuecherinfos.blogspot.de

 

1. Magst du dich bitte kurz vorstellen?

Klar! Ich heiße Yvonne Westphal und bin im April 1989 geboren, also derzeit 27 Jahre alt, und ein waschechter Widder: Mit dem Kopf durch die Wand und am liebsten alles sofort.

Beruflich habe ich Medienmanagement der Fachrichtung PR und Kommunikation studiert, bin danach als Social Media Consultant unterwegs gewesen und leite seit 2012 gemeinsam mit meinem Freund (meine große Liebe, mit der ich seit 11 Jahren zusammen bin) die Filmproduktionsfirma Pathfinder Studios, mit der wir hauptsächlich Image- und Werbefilme drehen und sogar schon einige Kurzfilm- und Festivalpreise gewonnen haben.

Letztes und dieses Jahr standen wir sogar auf dem roten Teppich der Berlinale.

2. Dein aktuelles Buch heißt “ Du und ich und dieser Sommer“. Wie viel von dir selber steckt in der Protagonistin Nicole?

Hihi, es ist immer spannend, solche Fragen zu beantworten. Tatsächlich ist Nicole aber eine der Figuren, die mir am wenigsten ähnelt. Einige „blonde Momente“ hat sie zwar von mir, aber eigentlich bin ich eher eine Mischung aus Valeria und Milias. Daher hat Valeria auch am selben Tag Geburtstag wie ich. 😉

Fun Fact: Ich habe Nicoles Dad und Milias’ Mama nach meinen eigenen Eltern benannt.

3. Wie lange hast gebraucht um das Buch fertig zu schreiben?

Das ist bei diesem Buch besonders schwierig zu beantworten, weil die Idee dazu eigentlich schon 2005 da war und ich es 2009 in der ersten Fassung geschrieben habe, damals eher als Spaßprojekt für eine liebe Freundin.

Ende 2015 habe ich es dann noch einmal komplett überarbeitet, das hat ca. 3 Monate gedauert. Anfang 2016 habe ich es dann Ullstein Forever vorgestellt.

4. Woher hast du die Idee genommen?

Der Roman basiert vage auf einer Kurzgeschichtensammlung mit einer Freundin, die ich mit 15 bei einem Online Rollenspiel kennen gelernt habe. Wir haben immer ein Liebespaar gespielt und alle Mitspieler fanden das so überzeugend, dass wir irgendwann tatsächlich anfingen, uns Geschichten über unsere Liebe auszudenken.

Die Idee von Schicksal, die wie eine zweite, hauchfeine Schicht über der Geschichte liegt, habe ich erst in der Überarbeitung mit aufgenommen, einfach, weil ich Geschichten mag, die größer sind als wir selbst – vor allem, wenn es darin um die Liebe geht.

5. Wo schreibst du am liebsten?

Am liebsten eingezwängt in meinen Ohrensessel in meiner Leseecke oder auf der Couch. Weil ich aber schon immer ein extra kleines, leichtes Notebook hatte, kann ich praktisch überall schreiben.

Viel wichtiger ist für mich das „Wann“: Ich kann nur nachts schreiben – dann aber auch gerne mal 6-12 Stunden am Stück.

Fun Fact Anekdote: Als ich noch zu Hause gewohnt habe, habe ich in den Schul- und Semesterferien oft ab 21/22 Uhr bis in die Nacht geschrieben. Bei einer dieser Sessions habe ich irgendwann meine Eltern unten gehört, wie sie Kaffee gemacht haben. Da war es halb 7 Uhr morgens. Ich hab also gemeinsam mit meinen Eltern gefrühstückt und bin danach ins Bett gegangen.

6. Sind weitere Bücher von dir geplant?

Auf jeden Fall! Ich habe mein Herzensprojekt noch in der Schublade: Die fertige High Fantasy Trilogie auf der Schwelle zum Historischen Roman über das Schicksal einer jungen Landadligen und eines undurchsichtigen Attentäters.

Außerdem plane ich (mindestens) einen weiteren Teil von „Du und ich und dieser Sommer“, der in erster Fassung ebenfalls bereits fertig ist. Und gerade arbeite ich an einem „Gossip Girl“ meets „The Selection“ Jugendroman, der in einem Schweizer Elite-Internat spielen soll.

Bei allen Büchern stehen natürlich große Gefühle im Vordergrund, aber auch immer ein Hauch von Schicksal.

7. Was möchtest du als Autorin erreichen?

Einfach möglichst vielen Leser(inne)n möglichst oft ein verliebtes Lächeln auf die Lippen zaubern. Ich will, dass meine Leserinnen mit meinen Geschichten träumen, glücklich sein und an die große Liebe glauben können. Quasi: Disney für (junge) Erwachsene.

8. Welche Tipps kannst du Jungautoren geben?

Seid streng zu euch selbst. Seid hartnäckig. Wenn eure Geschichte gut ist, kämpft für sie. Aber erkennt auch, wenn eure Geschichte nicht gut genug ist. Lernt aus jedem Buch, das ihr lest und jedem Film, den ihr seht. Bittet Testleser um Kritik, denn durch Lob entwickelt ihr euch nicht weiter. Glaubt an euch. Und vor allem: Bleibt dran!

9. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Meistens arbeiten. Bei einer eigenen Firma gibt es eigentlich keinen „Feierabend“. Zum Glück habe ich meinen Freund und unseren Hund dabei im Büro jeden Tag um mich.

Wenn ich abends mal zu erschöpft zum Schreiben bin, dann spiele ich Videospiele (überwiegend RPGs wie Assassin’s Creed und The Witcher, aber auch mal DOTA, Overwatch oder Diablo) oder schaue Serien.

10. Bist du Realistin oder Träumerin?

Ganz klar: Beides! Tief im Herzen bin ich das verträumte Disney Mädchen, das an Einhörner glaubt und auf einer Märchenhochzeit ihren Prinzen heiratet.

Aber zwischendurch schalte ich auch immer wieder um auf die strategisch denkende, kalkulierende Geschäftsfrau, die sich ganz genau anschaut, wo sie steht, wo sie hinwill und wie sie dorthin kommt.
In diesen Phasen hasse ich übrigens ganz oft, was ich geschrieben habe, und genüge meinen eigenen Ansprüchen oft nicht.

11. Was denkst du über uns Blogger?

Was für eine wundervolle Frage! Ganz ehrlich: Ich liebe Blogger. Und ich bewundere euch, jede/n einzelne/n von euch, der/die so viel Herzblut, Liebe und Arbeit in eine Webseite steckt – und damit auch noch Hunderte, ja, Tausende von Menschen Woche für Woche begeistert. Ich bewundere euer Durchhaltevermögen und eure Kreativität. Ich bewundere, dass ihr so viele Bücher pro Monat lest und, dass die meisten von euch so wunderschön basteln können.

Und, seit ich Autorin bin, habe ich euren Wert noch viel mehr zu schätzen gelernt. Weil ihr ehrliches Feedback gebt. Weil ihr schwierig zu gewinnen seid, aber die größten Fans werden könnt. Weil ihr jeder Geschichte eine Chance gebt und sie, wenn sie es wert ist, mit all euren Lesern und Freunden teilt.

Ich fühle mich jedes Mal unsagbar geehrt, wenn ihr euch trotz eurer vollen Terminkalender und SuBs die Zeit nehmt, meine Geschichte zu lesen – oder mich hier zu Wort kommen zu lassen. DANKE! Aus tiefstem Herzen: Danke.